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VdA - Verband deutscher
Archivarinnen und Archivare e.V.

26. Landesarchivtag Mecklenburg-Vorpommern in Greifswald

Abbildung: Ansicht von Greifswald um 1600, Bilderhandschrift, Stadtarchiv Stralsund

Am 14. und 15. Juni 2016 fand im Bürgerschaftssaal des Rathauses der Stadt Greifswald der 26. Landesarchivtag Mecklenburg-Vorpommerns statt.

Die Vorträge am ersten Tag befassten sich mit der Geschichte Pommerns und seiner Quellen. Zunächst gab der Direktor des Greifswalder Stadtarchivs Uwe Kiel einen Überblick über die Geschichte der Stadt Greifswald, worauf Prof. Dr. Michael North von der Universität Greifswald die vielfältigen Verbindungen und Kontakte erläuterte, die im 18. Jahrhundert den Ostseeraum kennzeichneten.
Prof. Dr. Stefan Kroll von der Universität Rostock stellte die digitale Edition der Schwedischen Landesaufnahme vor, einer herausragenden Quelle der Landesgeschichte. Anschließend referierte Bruno Blüggel von der Universitätsbibliothek Greifswald über die Digitale Bibliothek MV, die bereits eine Vielzahl von Archivalien des Landes im Internet präsentiert und plädierte dringend für eine weitere Fortsetzung des Projektes.
Den Abschluss des Tages bildete ein Vortrag von Dr. Haik Porada vom Leibniz-Institut für Länderkunde in Leipzig über das Gutsarchiv von Turow und die daraus resultierenden Möglichkeiten für die landesgeschichtliche Forschung. Infolge des nahezu vollständigen Verlustes der Gutsarchive in Mecklenburg-Vorpommern sind solche seltenen Funde umso bedeutsamer.

Der zweite Tag begann mit dem Beitrag von Prof. Dr. Michael Scholz (Fachhochschule Potsdam) zu den rechtlichen Grundlagen der Gebührenerhebung im Archivwesen, der auf großes Interesse stieß und eine rege Diskussion hervorrief. Gleichfalls sehr intensiv diskutiert wurde der Vortrag von Henrik Baark (Zweckverband Elektronische Verwaltung in Mecklenburg-Vorpommern) und Jan Lehmann (Datenverarbeitungszentrum Mecklenburg-Vorpommern) zur digitalen Transformation in der Verwaltung, der angesichts der vielfach bereits erfolgten oder unmittelbar bevorstehenden Einführung von Dokumenten-Management-Systemen in der Verwaltung sehr deutlich machte, dass hier auch für die Archive dringender Handlungsbedarf besteht.
Dr. Peter Worm (LWL-Archivamt für Westfalen, Münster) gab dann eine Fülle von praktischen Hinweisen zur elektronischen Archivierung durch die Kommunalarchive, die von den Anwesenden dankbar aufgenommen wurden.
Zum Abschluss erläuterte Tobias Sofka vom Archiv des Landkreises Rostock die bei der Archivierung von E-Akten bisher gewonnenen Erkenntnisse des Kreisarchivs.Als Ergebnis der Vorträge und Diskussionen lässt sich festhalten, dass hier unbedingt nach einer gemeinsamen Lösung für das Land gesucht werden sollte, die es den beteiligten Archiven ermöglicht, mit vertretbarem Aufwand zu partizipieren.

Das Rahmenprogramm bot den Tagungsteilnehmerinnen und -teilnehmern die Möglichkeit zur Besichtigung der historischen Innenräume der Universität und des Landesarchivs Greifswald.